Moin, da ich eh gerade dabei war: Hier eine kleine Anleitung zum Thema Furnieren.
Im Überblick sieht man die nötigen Werkzeuge: Eine Schaumstoffrolle, Leim, etwas „abgenutztes“ Schleifpapier, ein scharfes Teppichmesser (Das sich gerade versteckt hat!) sowie ein altes Bügeleisen, eingestellt auf „Baumwolle“.
Das noch nackte Rohgehäuse wird mit Leim versehen:
Dieser wird per Schaumstoffrolle verteilt, das gleiche Schicksal erleidet das Furnierblatt. Man nimmt soviel, daß die gesamte Fläche nach dem Verteilen per Rolle leicht bedeckt ist. Nun wird gewartet, bis die Oberfläche angetrocknet ist und leicht glasig wirkt:
Das Furnierblatt wird aufgelegt (Aber noch nicht aufgedrückt!) und ausgerichtet. Keine Panik, noch lässt es sich bewegen:
Leicht angebügelt (Wie das genau geht, erfahrt ihr im Video.). Wichtig: Von der Mitte aus anfangen und sich nach außen vorarbeiten:
Die Kante wird mehrfach im 45°-Winkel angebügelt, bis sich ein schwarzer Strich bildet:
Das gesamte Blatt wurde schon vorher komplett angebügelt:
Nun ritzt man mit dem scharfen Teppichmesser die Kanten ein, wohlgemerkt in Richtung der Maserung:
Ist das erledigt, wird auch hier wieder im 45°-Winkel „umgebügelt“:
Hier noch ein Zwischenstand:
Mit einem abgenutzen Schleifpapier 40er Stärke wird wieder im 45°-Winkel die Kante bearbeitet:
Das Furnier wird hin- und hergeklappt und sollte sich nun einfach brechen lassen:
Gleiches erfolgt an den restlichen Kanten:
Ein Detailbild: Einige Reste haben sich verklebt, lassen sich aber vorsichtig abschleifen und dann abnehmen.
Wie man sieht, sind uns auch die Kanten gelungen!
So, und das wars:
So einfach ist das. Genauer gesagt: Das kann sogar ich, deswegen behaupte ich mal, daß jeder mit etwas handwerklichem Geschick dies auch vollbringen kann. Fürs Finish benutze ich hier Hartwachsöl von Osmo, ein Klarlack etc. ist natürlich auch möglich!
Und falls ihr bis hier durchgehalten habt (Oder die Bilder eh gleich übersprungen habt!
), folgt hier das Video:
