Bestückt ist die Base mit dem Omnes BB 3.AL:
Ein dreizölliger Breitbänder mit solidem, gut belüftetem Korb und unterhängiger 25mm Spule. Die Verarbeitung ist wertig, auch wenn der Einbau bzw. die Korbgestaltung optisch nicht wirklich gelungen ist. Aber dazu kann man sich z.B. selber einen Einbauring fräsen und ebenso sollte man den Preis von 25 Euro berücksichtigen: Man kann nicht alles haben.
Sieben Bretter, wovon eins für den Bassreflexkanal genutzt wird. Handwerklich stellt das also keine Herausforderungen und lässt sich z.B. problemlos mit einer Stichsäger bewältigen.
Sollten trotzdem Fragen auftauchen, kann man mich natürlich jederzeit kontaktieren. Der Bauplan wurde wegen der geringen Holzkosten in 15mm Multiplex erstellt, was man optisch ohne größere Probleme mit etwas Öl oder Lack „finishen“ kann. Ein optimales Einsteigerprojekt also.
Bis auf die Störung um 1Khz unter Winkel, die dem rückseitigem BR-Rohr anzulasten ist, misst sich die Base 3.AL ausgewogen: Der leicht erhöhte Klirr im Bass/Grundton gibt keinen Anlass zur Besorgnis, immerhin muss der Kleine sich hier ja schon mit 90dB abmühen. Im Wasserfalldiagramm sieht man nur die sehr gut bedämpfte Hochtonresonanz oberhalb von 10Khz. Ein einfacher Sperrkreis bedämpft eine Mittenüberhöhung im Bereich von ~600-3000Hz.
Ein kleiner, aber feiner Lautsprecher, der durchaus neben der PC-Beschallung (Und da kombiniert mit einem kleinen, aber feinen Verstärker) auch „fullrange“ genutzt werden kann. Erstaunlich ist der Tiefgang und auch die recht hohe Pegelfestigkeit, überzeugend die Darbietung der Mitten. Der leicht ansteigende Hochton wurde nicht bedämpft, da durch die Eigenbündlung des Chassis dieser unter Winkel recht schnell abfällt und es so insgesamt zu dumpf klingen würde. Als Ergebnis erhält man einen fein aufgelösten Hochton, der nun wirklich nicht metallisch klingt. Meinen Glückwunsch an die Entwickler dieses Chassis, da das auch mal schief gehen kann.
Getestet wurde mit diversen Musikstücken aus meiner doch recht „wirren“ Sammlung unterschiedlichster Musikrichtungen: Aus der Elektronikecke durfte Radiohead anfangen mit einer „crispen“, sehr präzisen Spielweise, die nur gelegentlich den Subwoofer vermissen lies. Gesangseinlagen der Dresden Dolls schreckten die kleinen Breitbänder nicht, sondern wurden ganz im Gegenteil ohne jegliche Verfärbungen schön neutral mit einer gut dosierten Prise Hochton wiedergegeben. Das gefällt genauso wie bei AC/DC oder den Kings of Leon, die aber gerne noch einen Bass unten drunter sehen würden. Ein FAST sollte man also beizeiten mal andenken. Bis dahin erfreut man sich an aber an der offenen, insgesamt sehr neutralen Wiedergabe, die außer etwas Tieftonfundament nichts vermissen lässt.
Eine immer wieder auftauchende Frage: Darf ich die Gehäusegröße verändern? Sei es größer für mehr Tiefgang oder aber kleiner, weil der nötige Platz für eine Standbox fehlt.
Hier kann ich aber „Entwarnung“ geben: Der Omnes BB 3.AL läuft in der originalen Needle von Cyburgs. Dazu kann ganz einfach der Sperrkreis der Base 3.AL genutzt werden. Einzig und allein muss auf das andere Maß des Lochkreises für das Chassis geachtet werden. Einfacher gehts, wenn man einfach den Lautsprecher höher baut und einfach einen „leeren“ Sockel einbaut, wo auch der Sperrkreis seinen Platz findet. Die Höhe wählt man so, daß der BB 3.Al auf „Ohrenhöhe“ spielt.
